Sehenswürdigkeiten in Rom

Wer nach Rom kommt, ahnt welch gigantischer Geschichte aller Epochen er in Form von Denkmälern begegnen wird. In dieser Hinsicht ist die Stadt Rom allen anderen europäischen Metropolen um Längen voraus – nirgendwo sonst findet sich eine solch bemerkenswerte Dichte an historischen Gebäuden, Plätzen und Brunnen, die von der Antike bis in die Gegenwart mehr als 2000 Jahre Geschichte bewahren.

 

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Um die 1000 Jahre gehören allein der antiken Geschichte, in der Rom bis zur Verlagerung nach Konstantinopel im 5. Jh. die stolze Hauptstadt des Römischen Reiches bildete. Da es die Beliebtheit beim Volk förderte und vor allem die eigene Machtstellung repräsentativ manifestierte, zeigte sich beinah jeder römischer Kaiser ziemlich grosszügig sich und seine Stadt mithilfe allerhand beeindruckender Architektur zu verewigen.

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Allein ein Spaziergang über das einen Hauch von Antike versprühende Forum Romanum lässt den Besucher in das damalige dort stattfindende rege Markttreiben eintauchen. Man beachte vor allem die unterschiedlichen Bodenniveaus einzelner Monumente wie z. B. des Triumphbogens des Septimius Severus, die auf die tausendjährige Geschichte der „Ewigen Stadt“ hinweisen. Weitere Kaiserforen wie das angrenzende Trajansforum beeindrucken mit Monumenten wie der 40m hohen Trajanssäule, die schon von antiken Schriftstellern als architektonisch bahnbrechend beschrieben wurde. 

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Tatsächlich nicht zu verpassen sind das Kolosseum, das gewaltigste Amphitheater des gesamten Römischen Reiches, die mächtige Engelsburg mit ihrer wunderschönen Engelsbrücke und natürlich das Pantheon, das für den ersten römischen Kaiser Augustus erbaut wurde und unter den hier ausgewählten Sehenswürdigkeiten das älteste antike Monument bildet.
 

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Auch nach dem Untergang des Weströmischen Reiches wurde die Stadt kaum vernachlässigt, nun manifestierte sich das christlich geprägte Abendland in der „Heiligen Stadt“ und schuf unzählige Kirchen, funktionierte allerdings auch viele antike Gebäude in Räumlichkeiten des Christentums um. So wurde die Engelsburg zu einem fürstlich ausgestatteten Rückzugsort für die römischen Päpste, ein unterirdischer Gang verbindet sie seit dem 13. Jh. mit dem Vatikan. Das Pantheon erhielt einen memorialen Charakter und beherbergt als Grabstätte berühmte Persönlichkeiten wie die Maler Raffael und Carracci, aber auch die italienischen Könige.
 

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Unter der Vorherrschaft der Katholischen Päpste entstanden namhafte Plätze wie die Piazza del Popolo des berühmten Architekten Valadier, der durch Michelangelo entworfene Kapitolsplatz und die vom altehrwürdigen Adelsgeschlecht der Pamphili dominierende Piazza Navona. Auch die Päpste verfolgten ähnliche Ziele wie einst die römischen Kaiser, sie liessen viel Geld auf gleiche Weise in Bauten einfliessen, die ihre Vormachtstellung und auch ihren Reichtum für die Öffentlichkeit zur Schau stellten. Als von Gott eingesetzte und ausgesuchte Herrscher konnten sie ihren verschwenderischen Prunk legitimieren. Ein wiederholter und in der Geschichte beispielhafter Kampf zwischen dem Papst und dem französichen König um die Vormachtstellung der Herrschaft ist die Spanische Treppe. Ihre Bauzeit verzögerte sich um mehrere Jahrhunderte, weil man sich nicht einigen konnte, ob es ein französicher oder italienischer Architekt und dementsprechend ein Werk der Katholischen Kirche oder des französischen Königs werden sollte.
 

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An dem monumentalen Vittoriano, dass Anfang des 20. Jh. entstand und hier in der Auswahl den jüngsten Bau bildet, ist interessanterweise das gegenteilige Ziel seiner Erbauung in Erscheinung getreten. Als ein Nationalmonument für den neugeformten italienischen Staat sollte es nicht nur die in den Kriegen gefallenen, sondern alle italienischen Bürger ehren. Der Standort und seine gigantische Grösse sollte das Monument von überall in der Stadt aus sichtbar machen, doch kann sich heute nicht jeder Römer an dem ausladenden Bau erfreuen, so dass Spitznamen wie Schreibmaschine oder weisses Gebiss im Volksmund geläufig wurden.
Unzählig viele interessante Geschichten aus unterschiedlichen Epochen erwarten sie in der Ewigen Stadt. Vermittelt wird dies am besten durch die Baukunst, die gewissermassen das Gerüst der römischen Geschichte bildet.