Museen von Rom

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Die Stadt Rom verfügt über unzählige Museen und Gallerien, die nicht nur die beinah 3000jährige Geschichte der Ewigen Stadt präsentieren, sondern vor allem über Sammlungen verfügen, zu denen die qualitätvollsten und ältesten Stücke der europäischen Welt zählen. Wenn Sie etwas über Ausnahmekünstler und Genies der Renaissance wie Michelangelo Buanotti, Bramante, den jung verstorbenen Raffael, über die Meisterarchitekten des Barock Gianlorenzo Bernini und Francesco Borromini oder den klassizistischen Architekten Giuseppe Valadier erfahren möchten, dann finden Sie ausnahmslos deren Meisterwerke in Rom, wohin die Künstler zumeist als schon bekannte Grösse von den Päpsten und Fürstenfamilien berufen wurden.

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Dabei sind es nicht nur die Sammlungen selbst, sondern vor allem auch die historischen Bauten, in denen sie untergebracht sind – das Museum um Goethes Aufenthalt in Italien und Rom ist in Goethes Wohnhaus am Corso untergebracht, mehrere Privatkollektionen vermögender römischer Adelsfamilien werden heute in deren privaten Stadtpalästen der Öffentlichkeit präsentiert. So die kostbaren Sammlungen der Pamphilj im Palazzo Doria-Pamphilj aus dem 15. Jh. oder die der Borghese im Park Villa Borghese, der im Stil eines englischen Landschaftsgarten errichtet wurde.

Die älteste museale Einrichtung weltweit sind die Kapitolinischen Museen auf dem Kapitolshügel, deren Gründung auf das 15. Jh. zurückgeht. Zuerst im Kapitolspalast aufbewahrt, war der Platz für die überaus reiche Sammlung bald zu klein, so dass man zunächst auf den Konservatorenpalast auswich, doch durch ständige Bereicherungen an Objekten heute unglaubliche 19 Museen im Verbund der Kapitolinischen Museen verzeichnet sind.

Zum zweitgrössten Ausstellungskomplex Roms zählen die Vatikanischen Museen. In über 1400 Räumlichkeiten zeigen sie nicht nur ausgezeichnete Exponate des ägyptischen, etruskischen, griechischen und römischen Altertums, sondern auch ganze Gebäude wie die Sixtinische Kapelle oder die Stanzen des Raffael.

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Mit der Wiederentdeckung der Antike in Form vieler archäologischer Ausgrabungen des 18./19. Jh. entstand ein neues Bewusstsein zur Konservierung antiker Fragmente und Denkmalpflege. Die Feilegung des Forum Romanums, des Trajansforums oder des Kolosseums veränderte das Stadtbild topografisch, trug aber vor allem zu ersten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zur Archäologie des Altertums bei, die der Öffentlichkeit präsentiert werden sollten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war es äusserst schick unter Päpsten und Adelsfamilien, ihre Domizile mit römischen und griechischen Skulpturen zu bereichern.

Die Internationale Kunstausstellung in Rom von 1911 war nur ein Anlass die Sammlungen des italienischen Staates in einem adäquaten und repräsentativen Gebäude unterzubringen. Mit der Galleria Nazionale d´Arte Moderna entstand ein typischer Museumsbau im Stil des späten 19. Jh., der auch gleichzeitig den Nationalstolz des unabhängigen Königreichs Italien symbolisiert und Werke internationaler Künstler wie Picasso, Klee, van Gogh oder Rodin zu seinen Schätzen zählt.

Die Museen in Rom sind Dauerziel vieler Touristen, also wundern Sie sich nicht, wenn z. B. in den Vatikanischen Museen der Gang durch die Säle in nur eine Richtung vorgesehen ist, um mögliche Staus zu unterbinden. Den Mut zur Lücke brauchen Sie wahrlich nicht beweisen, denn es ist einfach unmöglich selbst nur die bekanntesten Werke mit einem Besuch abzudecken. Nehmen Sie sich Zeit und geniessen Sie nach einem Museumsbesuch den Aufenthalt in einem der schönangelegten Parks der Stadt.

Unsere Darstellung deckt längst nicht alle Museen in Rom ab, doch möchten wir Ihnen eine Auswahl der interessantesten und wichtigsten Kunstsammlungen vorstellen. Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Eintrittspreise kurzfristig variieren können, Sie den aktuellen Stand aber über den jeweiligen Internetauftritt des Museums erfahren.