Kapitolinische Museen

File 875Die Gründung der Kapitolinischen Museen geht auf das Ende des 15. Jh. zurück als Papst Sixtus IV. mehrere Bronze- und Marmorstatuen seiner eigenen Sammlung dem römischen Volk schenkte und damit den Weg für das erste öffentliche Museum der Welt ebnete. Das Wachstum der Sammlung stieg auch in den folgenden Jahren, vor allem durch die Kunstbestände des Vatikans.

File 935Die Kapitolinischen Museen fassen sich heute zu mehreren kleineren Museen zusammen, untergebracht ist der Grössteil der Sammlung auf dem Kapitolshügel im Palazzo dei Conservatori (Konservatorenpalast) und Palazzo Nuovo (Kapitolspalast). Letztgenannter beherbergt das berühmte Original der Reiterstatue des Marc Aurel, dessen Kopie das Zentrum des von Michelangelo entworfenen Kapitolsplatz schmückt. Weitere Ausstellungsstücke sind vor allem antike Plastiken, darunter zahlreiche Kaiserportraits sowie Dichter- und Philosophenbildnisse. Schmuckstücke dieser Räumlichkeiten sind die berühmte "Kapitolinische Venus" und der "Sterbende Gallier".

Der Konservatorenpalast rundet mit seinen Exponaten das antike Repertoire ab: Sehenswerte Besonderheiten sind die Bronzestatue des "Dornausziehers", Teile der bronzenen Kolossalstatue Konstantin d. Grossen, die im Originalzustand über 10 m hoch war. Zudem die legendäre bronzene "Kapitolinische Wölfin" mit den später hinzugefügten Statuen des Romulus und Remus sowie ein interessantes Werk des 17. Jh. – das Haupt der Medusa, eine Büste von Gianlorenzo Bernini, die das Ungeheuer mit den Schlangenhaaren in theatralisch dämonischer Weise zeigt.

Im zweiten Stock des Konservatorenpalastes ist die Gemäldegalerie untergebracht, darunter Meister wie Tintoretto, Carravaggio, Tizian, Veronese, Peter Paul Rubens und Anton van Dyck.

Das Museo dell´Ara Pacis zeigt den berühmten und gut restaurierten Friedensaltar, den Augustus um 9 n.Chr. mit einer pompösen Zeremonie auf dem Marsfeld einweihen liess. In einem lichtdurchfluteten Raum von dem amerikanischen Architekten Richard Meier steht dieses einzigartige Monument, die Stille und die Helligkeit des Marmors tragen zu einer entspannten Atmosphäre bei.

Weitere Gallerien der Kapitolinischen Museen sind das MACRO an der Via Nizza, ein Museum für Zeitgenössische Kunst sowie die Ausstellungsräume der Villa Torlonia im Stadtteil Nomentano inmitten eines wunderschönen Englischen Gartens. Ausserdem kommen auch naturwissenschaftlich interessierte Besucher voll auf ihre Kosten – ein Astronomisches Museum und ein Planetarium an der Piazza G. Agnelli zeigen Exponate zur modernen Naturwissenschaft.

Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise der verschiedenen Museen sowie interessante Informationen zu weiteren kleineren Galerien im Verband der Kapitolinischen Museen erfahren Sie am besten über die Homepage der Kapitolinischen Museen unter dem Abschnitt Museo di Capitolini – Musei in Comune.