Galleria Spada

File 872Die Ausstellungsräume der Galleria Spada befinden sich im Palazzo Capodiferro-Spada, einem schmuckreichen Renaissance-Stadtpalast an der Piazza Capo di Ferro. Heute ist im Palast der italienische Staatsrat untergebracht, die reiche Gemäldesammlung mit Werken des 17.Jh. der Galleria Spada können Besucher im Obergeschoss des Gebäudes betrachten.

Der Bau wurde in der Mitte des 16. Jh. von Kardinal Girolamo Capodiferro an den Architekten Giulio Merigi da Carravaggio in Auftrag gegeben. In dieser Zeit entstand die prachtvolle Fassade, die weniger die Fenster betont als vielmehr deren Zwischenräume mit Statuennischen (darin Statuen römischer Kaiser und antiker Helden), darüber reich ornamentierten Kartuschen, Inschriftentafeln und zierenden Girlanden in Blickfang setzt.

Um 1630 ging der Palast in das Eigentum der Familie Spada über. Bernardino Spada engagierte 1632 den berühmten Architekten Francesco Borromini, der im Inneren ein architektonisches Phänomen schuf, das bis heute jeden Besucher in Staunen versetzt: Der kleinere Innenhof der Galleria Spada führt in einen scheinbar weitgestreckten von Säulen umstandenen Gang, von dem aus man in einen anderen ebenfalls scheinbar grossen Hof gelangt. In diesem ist im Zentrum eine einzige grosse Mars-Statue aufgestellt. Die tatsächlichen Masse sind allerdings viel kleiner als die Räumlichkeiten vermitteln. Der Säulengang hat grad mal eine Länge von 8,5 m, der folgende Hof erweist sich eher als Schacht und die Statue ist nicht mehr als 1 m hoch. Durch perspektivische Verkürzung – der Säulenabstand nimmt zum Hof hin immer mehr ab – schuf Borromini eine optische Täuschung, die zu den grossartigsten Arbeiten ihrer Zeit gehört. Die Ausstellungsräume der Galleria Spada zeigen Malereien berühmter italienischer aber auch nordalpiner Künstler, darunter Meister wie Tizian, Carravaggio, Domenichino, Annibale Carracci, Albrecht Dürer, Pieter Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens.

Öffnungszeiten: Di-So 8.30-19.30 Uhr/ Eintritt: € 5,-.